Die Klinik Wyss ist die älteste psychiatrische Privatklinik der Schweiz.
1845 gründete der Arzt Johann Caspar Straub ein "Asyl für Gemütskranke".
Gemeinsam mit seiner Frau, der Hebamme Anna Straub-Reber, beherbergte er in familiärer Atmosphäre einige Geisteskranke in seinem Wohnhaus. Straubs Therapie setzte auf eine behutsame Anregung der Aufnahmefähigkeit und Willenstätigkeit der Kranken und schloss alle Repressionsmassnahmen aus – keine Selbstverständlichkeit in jener Zeit. Das Ehepaar begründete mit ihrem Asyl ein Unternehmen, das bald aufblühte und sich als eine der gefragtesten Kliniken der Schweiz etablierte.
Nach Johann Caspar Straubs Tod 1855 führte seine Frau Anna die Klinik die nächsten 30 Jahre sehr erfolgreich alleine weiter.
Sie überlebte alle ihre fünf Kinder und vererbte die Klinik an ihre Nichte Katharina Wyss-Reber. Bis heute ist die Klinik im Besitz der Nachkommen dieser Familie, mittlerweile in sechster Generation.
Dabei konnte die Familie Wyss auch auf die Unterstützung renommierter Chefärzte wie etwa Georg Glaser (später erster Chefarzt im neu eröffneten Psychiatriezentrum Münsingen), Walther Morgenthaler (Förderer von Adolf Wölfli) und Paul Plattner (Gründungsmitglied von Pro Mente Sana) zählen.
In den Neunzigerjahren begann ein grosses und langfristig angelegtes Renovationsprogramm, das die Privatklinik Wyss zu einer modernen psychiatrischen Institution machte. Den Patient*innen steht damit heute ein breites Behandlungsangebot in neuesten Infrastrukturen an drei Standorten zur Verfügung.